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Die Exfrau bekommt den Hals nicht voll!

Und schon wieder ist es soweit: Post vom Anwalt von der Ex. Es geht darum, dass wieder einmal das Einkommen offengelegt werden soll. Gemäß §1605 BGB ist man ja dazu verpflichtet.

Hier soll dann das Durchschnittseinkommen des letzten Jahres herangezogen werden und natürlich auch Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Einkommenssteuerrückzahlungen etc. Eventuelle Pfändungen vom Unterhaltszahler sind natürlich zuerst einmal nicht unterhaltsrelevant. Das wäre ja noch schöner!

Natürlich muss der Unterhalt berechnet werden, aber es sollte doch fair bleiben bei dieser Berechnung. Das ist es schon lange nicht mehr. Im vorliegendem Fall war der Unterhaltszahler in diesem „Durchschnittsjahr“ noch zwei Monate selbständig. In diesen zwei Monaten hat er jeweils nur 500 Euro verdient. Und das war nicht etwa schöngerechnet, sondern es war tatsächlich so, da Aufträge ausblieben. Bewerbungen liefen und er hatte auch Glück und konnte in den letzten 10 Monaten Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erziehlen.

Nun ist der gegnerische Anwalt ja nicht dumm und schreibt:

Zitat:  „Weiterhin sind wir der Ansicht, dass allein unterhaltsrechtliche Relevanz Ihre nunmehrigen Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit haben.“

Achso, wenn es besser für die Ex ist, dass läßt man diese schlechten Monate einfach mal schnell weg. Dreimal darf geraten werden, was der Anwalt geschrieben hätte, wenn die Einkünfte aus der selbständigen Zeit in den zwei Monaten 3000 Euro pro Monat betragen hätten. Mhh, ob er dann auch derselben Ansicht wäre?!?

Jetzt ist es ja so, dass die Exfrau zum 1. diesen Jahres ja die 15% mehr Geld auch noch eingestrichen hat. Sie weiß genau, dass der Unterhaltszahler in diesem Fall eine Zweitfamilie und noch ein kleines Kind hat. Aber nein, da ist man mit aktuellen 318,50 Euro nicht zufrieden. Da müssen um die nächsten 12 Euro auch noch mit allen Mitteln gekämpft werden!

Mir persönlich geht der Fall sehr Nahe, da es doch immer wieder dasselbe ist: „Die Exfrau bekommt den Hals einfach nicht voll“. Die Geldgeilheit von Exfrauen kennt hier wohl keine Grenzen. Der betroffene Vater bekommt natürlich den Umgang verweigert und das Kind möchte Ihn nicht sehen. (Woran das wohl liegen mag?!?) Im Übrigen zahlt er den Unterhalt natürlich immer pünktlich.

Aber einmal – kurz nach der freiwilligen Anerkennung des Jugendamt-Titels – hat er die Erhöhung aufgrund der Altersstufe vergessen. Und da kommt dann natürlich keine Mail oder ein Brief – nein: Es wird gleich mal gepfändet. Die Kosten für dieses wirklich total unnütze Verfahren laut Aussage des Vaters beliefen sich auf etwa 100 Euro, welche selbstverständlich von Ihm getragen werden mussten.

Der „vergessene“ Betrag war 24 Euro.

Wie schön, dass es noch Gerechtigkeit gibt hier in unseren deutschen Landen. Auf das Unterhaltsrecht kann man bei diesen Fällen schon lange nicht mehr verlassen. Schade!

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  1. 13. September 2010 um 21:10

    Bin mir jetzt nicht sicher, ob das ein Scherz sein soll, aber wenn der „gegnerische“ Anwalt (pfui, welch böses Wort, Eltern sind doch auch nach der Trennung noch Eltern und keine Gegner) meint „Weiterhin sind wir der Ansicht, dass allein unterhaltsrechtliche Relevanz Ihre nunmehrigen Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit haben.“ lass ihn doch meinen. Daß diese Meinung Quatsch ist, merkt doch schon ein zehnjähriges Kind.

    • 14. September 2010 um 09:01

      Hi Eberhard,
      danke für Deinen Kommentar. Leider sind wir tatsächlich mittlerweile Gegner. Schade, ist aber leider so. Und hinsichtlich der Gehälter muss der Richter das dann auch erkennen. Sowas ist aber nicht unbedingt immer der Fall 😉

  2. 14. September 2010 um 12:09

    Ja das ist richtig. Man kann noch so sehr Recht haben, wenn der Richter das nicht erkennt, hilft das gar nichts. Habe damit leider auch leidvolle Erfahrung. Es ist sehr wichtig, dafür zu sorgen, daß der Richter richtig erkennt.

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