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Die immer stärker werdende Benachteiligung der Zweitfamilien

Auf folgenden, doch etwas länger gewordenem Kommentar zum Thema der neuen Düsseldorfer Tabelle habe ich nach Rücksprache mit der Erstellerin die Erlaubnis aus diesem einen Artikel zu erstellen. Wie ich finde trifft der Artikel den Nagel auf den Kopf und zeigt die Situation auch einmal aus einer ganz anderen Perspektive:

Wir sind eine sog. Zweitfamilie und während sich zur Zeit alle Eltern um uns herum über die Erhöhung des Kindergelds freuen, müssen wir uns mal wieder gewaltig über den Deutschen Rechtsstaat aufregen. Ich kann einfach nicht verstehen warum nie an die Kinder von Zweitfamilien gedacht wird. Es ist mir ein Rätsel warum diese Kinder immer zurückstecken müssen und als Kinder zweiter Klasse behandelt werden.
Wir bekommen 20 Euro mehr Kindergeld, während mein Mann nun 40 Euro mehr Unterhalt für seinen Sohn aus erster Ehe zahlen muss; somit haben wir in unserer Familienkasse 20 Euro weniger und können unserem Kind noch weniger bieten als bisher sowieso schon.
Mein Mann war bis vor ca. 10 Jahren mit einer Frau verheiratet, die während er als Soldat im Auslandseinsatz war, mehrmals (!) fremdgegangen ist. Anschließend hat sie ihn finanziell runiniert und tut es heute immer noch. Einfach unglaublich dieses “Weib”. Aus dieser Ehe stammt ein Sohn, der mittlerweilse 13 Jahre alt ist.
Die Ex-Frau hat 3 Kinder in die Ehe mitgebracht, die damals finanziell und in allen anderen Bereichen versorgt wurden.
Eigentlich müsste sie ihm für seine Fürsorge und Gutmütigkeit bis an ihr Lebensende dankbar sein. Das tut sie aber nicht, ganz im Gegenteil! Seit der Trennung/Scheidung macht sie ihn einfach nur noch kaputt.
Sie ging jahrelang nicht arbeiten, mein Mann musste somit auch für sie Unterhalt zahlen. Irgendwann ging sie dann doch arbeiten, hat es aber verschwiegen und kassierte weiterhin den vollen Unterhalt. Nun ist er nach einem langen Kampf vor Gericht und massiven Anwaltskosten “nur” noch dem Sohn gegenüber unterhaltspflichtig.
Das glaub mir jetzt wahrscheinlich kein Mensch, aber es ist die Wahrheit: die neue Düsseldorfer Tabelle ist seit dem 6. Jan. 2010 offiziell gültig und diese dreiste, geldsüchtige Person von Exfrau hat bereits am 7. Jan. in den frühen Morgenstunden per E-Mail beanstandet, dass ihr mein Mann 40 Euro zu wenig überwiesen hatte. Ihre Reaktion hat uns nicht mal überrascht, weil wir sie nur so kennen. Dabei muss ich erwähnen, dass mein Mann natürlich schon am 6. Jan. die 40 Euro überwiesen hatte, aber keine Bank am Feiertag in Bayern so schnell arbeiten kann, dass die Exfrau bereits wenige Stunden später diesen Geldeigang verzeichnen könnte, aber um das zu verstehen, ist  wahrscheinlich ein wenig Intelligenz nötig…
Mein Mann und ich haben uns vor ca. 5 Jahren kennen gelernt und sind seit 3 Jahren verheiratet, unsere gemeinsame Tochter ist 2 Jahre alt. Ich arbeite seit dem ersten Lebensjahr unserer kleinen Maus, weil wir es sonst nicht schaffen würden über die Runden zu kommen. Wir sind sehr bescheiden und mit wirklich wenig zufrieden zu stellen, aber diese Exfrau macht uns unser Familienleben nicht selten zur Hölle. Während wir in einer 79qm Wohung leben einen sehr primitven Kleinwagen fahren, uns keinen Urlaub od. Ausflüge leisten können, bewohnt die Exfrau mit ihrem 3. Ehemann ein großes Haus in einer noblen Gegend unserer Stadt, davor stehen 2 neue Autos und sie scheint sich in allen anderen Bereichen auch nicht finanziell einschränken zu müssen. Unterhalt sei Dank!!! Unglaublich wie sehr ihr “Einkommen” sich nun seit dem 6. Jan. verbessert. Man bedenke: die Frau hat 4 Kinder, für die sie von verschiedenen “Himmelsrichtungen” nun mehr Unterhalt bekommt und die Kindergelderhöhung ist bei 4 Kinder auch sehr enorm!!!
Obwohl ich ein sehr sozial denkender und ruhiger Mensch bin, werde ich zur Zeit aggressiv und bekomme ganz schlimme Magenkrämpfe, wenn ich von den so furchtbar armen alleinerzeihenden Müttern höre.
Die momentane Lage zeigt es mal wieder, dass man als Frau einfach nur von möglichst vielen Männern Kinder bekommen sollte und dann kann man problemlos von Unterhalt und Kindergeld leben. Obwohl ich diese “Sorte” Frau für abscheulich und nicht sehr geistreich halte, sind diese Weiber doch ganz schön schlau!

Ich persönlich warte im Übrigen immer noch auf die vielen Argumente der “armen alleinerziehenden Mütter”. Ich verstehe nicht, dass hier plötzlich keine mehr etwas zu sagen hat. Vor allem die Argumente wie z.B. der Unterhalt reicht ja lange nicht aus um die Kosten zu decken, etc. würden mich hier brennend interessieren, damit wir mal eine Beispielrechnung hier aufmachen können. Ich bin gespannt…

  1. Tina
    18. Januar 2010 um 11:07 | #1

    Ich kann dem ganzen nur zustimmen. Wir haben auch ein Kind und mein Mann soll jetzt 606,– Euro für 2 Kinder zahlen. So viel Geld würden noch nicht mal 4 Kinder in einer intakten Familie kosten. Wir haben diese 606,– Euro nicht einmal für uns 3 zusammen.
    Der Kindesunterhalt ist eindeutig zu hoch.
    PS: Ich hatte darauf nach der 1. Ehe verzichtet (3 Kinder), damit mein Ex die Möglichkeit haben sollte sich eine neue Existenz (auch mit neuer Familie) aufbauen zu können.
    Ich war immer arbeiten. Selbst im Erziehungsurlaub, da hatte ich dann eine Tagesmutter. Es geht doch.
    Schlimm diese Abzocke der Väter.
    Bin nur wütend

    • 18. Januar 2010 um 13:04 | #2

      Hallo Tina, vielen Dank für Deine Meinung. Es müsste mehr Frauen wie Dich geben. Leider sind es genau die klischeebehaftete Sorte Frauen, welche ich auch mit meinen Artikel etwas provoziere, die sich lauthals jammernd zu Wort melden und nicht solche wie Du es eine bist. Jede Frau einer “Zweitfamilie” kann wohl die Problematik eher verstehen als andere.

  2. Monika
    28. Januar 2010 um 12:37 | #3

    Finde echt klasse, daß sich auch andere sog. Zweitfamilie bemerkbar machen. Auch ich gehöre dazu. Ich sehe nicht ein, diese Unterhaltserhöhung kampflos zu akzeptieren, zumal mein Mann das zusammen aufgebaute Haus der Ex überlassen hat, damit sein 1. Sohn (mittlerweile 14 J.) im gewöhnten Umfeld bleiben/aufwachsen kann. Sie arbeitet nur stundenweise und lebt prima.
    Ich muss ganztags arbeiten gehen, sonst ginge es uns im Vergleich zu seiner Ex richtig dreckig.
    Bitte meldet Euch, gemeinsam können wir stark sein und nur so an die Regierung appelieren, daß auch unbedingt an die Zweitfamilie gedacht werden müsste!
    Den Politikern tut es ja nicht weh, wenn sie ihren Kuckuckskindern zahlen müssen, die haben ja nicht unseren “kleinbürgerlichen Einkommen”.

  3. Mandy
    30. Januar 2010 um 07:12 | #4

    Hallo!
    Hab gerade wegen dieser Situation heute mal an den POC gesetzt. Die Ex von meinem Freund ist genauso. Und da sich unsere Anwälte offensichtlich abgesprochen haben, haben wir keine Chance. Im Momebnt bin ich recht verzweifelt. Wir wollten eigentlich zusammenziehen – aber das können wir uns definitiv nicht leisten. Seit Jahren geht dieser blöde Streit. Und zuerst hat er Unterhalt für Sie zahlen müssen, obwohl sie arbeiten war. Dann ist der Kredit (Schulden, die sie verursacht hat und mein Freund abbezahlen muss!) nicht angerechnet wurden…. Im Dezember ist dann ein fiktives Einkommen errechnet wurden, was nicht da ist!!! Dafür wurde der Kredit anerkannt. Und im Januar kam promt der nächste Drohbrief von ihrem Anwalt! Auch ich muiss arbeiten, um mich und unseren Sohn durchzubringen. Da wir noch nicht zusammenlebewn kann ich mit HarztIV etwas aufstocken. Aber viel ist das nicht.(Zumal davon im Grunde alle Lebenshaltungskosten (auch die von meinem Freund)davon bestritten werden müssen) Im Sommer muss ich meinen kleinen Schatz wohl in den Kindergarten (Ganztagesgruppe) tun und Vollzeitarbeiten. Während seine Ex in der Weltgesichte rumtingelt, 3 Hunde unterhält und den Kindern erzählt sie hätte kein Geld, weil der Papa alles hat. Under der Papa soll ja kaufen. Inzwischen schwanke ich nur noch zwischen Wut, Aggression und Verzweiflung! Vor allem, dass wir nichts dagegen tun können!

  4. 30. Januar 2010 um 15:05 | #5

    Hi Mandy, hi Monika, solche Geschichten sind mittlerweile in Deutschland – auch aufgrund der stetig wachsenden Scheidungsrate – wohl Gang und Gebe. Die Zweitfamilien können bei weitem nicht mit dem gesellschaftliche Mitleid der “alleinerziehenden” Mutter – die sich 8 Jahre auf den Unterhalt des Mannes “ausruhen” kann – mithalten. Es ist sicherlich schwer alleinerziehend zu sein, das stelle ich außer Frage. Aber wenn beide Elternteile der Zweitfamilie nahezu in Vollzeit arbeiten müssen um das Leben der armen alleinerziehenden Ex-Frau so angenehm wie nur möglich zu gestalten hört bei mir der Spaß auf.

    Ich für meinen Teil werde demnächst in diesem Blog dazu aufrufen solche “Geschichten die das Leben schrieb” zu fixieren und mir zuzusenden, damit ich ein kleines Buch darüber schreiben kann. Helfen könnt Ihr jetzt nur damit, diese Geschichten in diesem Blog etwas bekannter zu machen und euch für Zweitfamilien einsetzen.

    Leider erreiche ich den Webhoster / Adminsistrator / Domaininhaber von zweitfamilien.de nicht, und anscheinend scheint es auch diesen Verein nicht mehr zu geben. Das wäre für mich ein erster Ansatz. Jedoch alleine ist man machtlos.

  5. nicole rieken
    9. Februar 2010 um 15:15 | #6

    Hallo kann dem ganzen hier nur zustimmen !! Die 1. Familie lebt in saus und braus und wir können selbst zusehen ,bekomme für meine beiden Kinder leider kein Unterhalt da der Vater nicht zahlt ! Obwohl es Ihnen ja auch zusteht .Die Ex hat 500 Euro Unterhalt und 368 Euro Kindergeld ,geht noch Arbeiten und bekommt die Miete von der Arge dann kann ich mir auch ein neues Auto leisten !!! Und heisst es Kinder kosten ja soviel Geld denn wir müssen oder LEBEN nur vom Kindergeld ,finde ja nur das dann der Staat auch für die Kinder aufkommen sollte wo der Vater nicht zahlt und sich das irgendwann wieder holen !! Bei allein erziehende zahlt ja auch der Staat!!

  6. 9. Februar 2010 um 16:43 | #7

    Hallo Nicole,
    es ist leider tatsächlich so, dass der Unterhaltsvorschuss (http://www.gesetze-im-internet.de/uhvorschg/__1.html) nur für “Alleinerziehende” gezahlt wird. Eigentlich müsste sich die Zahlung nach dem zur Verfügung stehenden Haushaltseinkommen richten und nicht nach dem Familienstand. Da gebe ich Dir recht!

  7. Julia
    19. März 2010 um 23:38 | #8

    Hallo,

    auch ich kann davon ein Lied singen. Arbeite auch seit dem mein Sohn 9 Monate ist. Und die Ex von meinem Mann, ist erst vor 2 Jahren auf Teilzeit zu arbeiten, obwohl das kind mittlerweile 10 ist. Sie kriegt immer pünktlich den KU überwiesen. Bevot sie nicht gearbeitet hat, hatte sie mit ihrem Freund gelebt, ihn aber nicht angemeldet, hat Sozialhilfe bezogen und als Frisörin zu hause nebenbei verdient. Der Staat hat es natürlich,von meinem Mann zurückgeholt(damals waren wir noch nicht verheiratet)und so hat sie von allen Seiten Geld gekriegt + mein Mann hat ihr und ihrem Freund das Leben teilweise finanziert. Gott sei Dank musste sie ab dem 1.1.2008 arbeiten gehen, weil das neue Gesetz rauskam. Aber sonst kriegt man von der Seite nur das Geheule mit “ich bin alleinerziehend und mir geht es schlechter als allen anderen. Von mir als Mutter und Frau erwartet sie Verständnis, glaube aber nicht, dass sie sich um mein Kind irgendwelche Gedanken macht!

  8. Julia
    19. März 2010 um 23:40 | #9

    Habe zu schnell geschrieben, bin auch total wütend, verzeiht mir bitte die vielen Rechtschreibfehler

  9. Sabine
    22. April 2010 um 11:44 | #10

    Hallo,

    mir/uns geht es nicht anders. Mein Mann und ich haben vor etwa einem Jahr geheiratet und eine Tochter (1Jahr) zusammen. Er hat aus erster Beziehung einen unehelichen Sohn (6Jahre). Seine Ex ist eine von den “schlauen Frauen” zum dritten mal schwanger und alle drei Kinder haben unterschiedliche Väter.
    Die Ex verdient sich eine goldene Nase an dem Unterhalt den sie bekommt (mit 17Jahren das erste Kind bekommen/ mitlerweile ist sie 23 und fährt jetzt dank Unterhalt und nicht einmal arbeiten gehen einen dicken Neuwagen-> das ist eine riesengroße Frechheit) und wie müssen jeden Cent zwei mal undrehen nur um unserer Tochter etwas bieten zu können. Unsere kleine Familie leidet darunter. Mein Mann kam schon auf die Idee sich scheiden zu lassen aus liebe zu uns damit es uns beiden wenigstens etwas besser geht als jetzt. Ich bin es genauso Leid jedes Mal mir anhören zu müssen wie arm dran doch die alleinerziehenden Mütter sind. Wenn hier einer arm dran ist dann sind das wohl die Zweitfamilien und die Väter denen das Geld aus der Tasche gezogen wird.
    Ich finde das da eine RIESIGE Gesetzeslücke ist!!!!

    LG Sabine

  10. Steff
    5. Mai 2010 um 16:20 | #11

    HAllo,

    ich bin echt froh das es endlich nicht nur um die armen Exfrauen und die armen Scheidungskinder geht. Nicht falsch verstehen!!! Sicher ist eine Scheidung für viele Kinder sehr schmwerzhaft und ich ziehe den Hut vor jeder alleinerziehenden Mutter aber es gibt auch noch andere Beteiligte. Ich bin nun seit 9 JAhren mit meinem Verlobten zusammen. Wir haben uns im Kindergarten kennengelernt. Ich war die Erzieherin seiner Kinder. Ich war damals 22 und er 40 JAhre alt. Meine erste richtige, lange Beziehung. Eigentlich etwas wunderschönes. ZU dem Zeitpunkt waren mein Verlobter und seine Ex aber schon auseinander. Er hat sich von ihr getrennt da sie ihn mehrmals betrogen hatte. Sie hat daraufhin ihr eigenes Unternehmen das eigentlich gut lief an die Wand gefahren und Insolvenz angemeldet, ist mit ihrem jetzigen Mann zusammen gezogen und war offiziell die arme MAus. DA ihr neuer aber ziemlich reich ist hat sie nun mehrere Pferde, MAseratti, Porsche und Mercedes und fährt alle NAse lang in Urlaub. Eigentlich soll sie machen was sie will und es ist ja schön das es den Kindern mit dem neuen Mann, den sie sehr bald Papa nannten, gut geht, wenn sie uns nur in Ruhe lassen würde. Sie machte mir das leben auf der Arbeit zur Hölle: Schrie mich mehrmals in der Arbeit an und verleumdete mich. Ich habe dann die Stelle gewechselt. Zu meinem Verlobten sagte sie damals das sie in fertig machen will, finanziell und psychisch. Beides ist ihr gelungen. Unsere Beziehung stand mehrmals vor dem aus da uns ihre HAßtiraden im Kindergarten und wie sie die Kinder gegen uns aufstachelte zermürbten. Das klingt alles verrückt aber in ein und demselben Gespräch sagte sie er solle die Kinder zur Adoption freigeben damit ihr neuer sie adoptieren kann und 10 Min. später hieß es das es ihr das liebste währe der Junge würde zu uns ziehen. Wenn die Kinder da waren konnten wir es ihnen nie recht machen. bestimmt zehnmal am Tag rief das Mädchen bei der Mutter mit ihrem Handy an wie blöd es doch bei uns ist. Wenn ich Geschenke kaufte (Weihnachten, Geburtstag…) dann hieß es immer das sie das schon hätten oder es zu HAuse schöner bzw. größer wäre. Als ich mal einen Adventskalender bastelte hat der Junge gleich alle Türchen geöffnet und die Schokolade aufgegessen und das Mädchen meinte einer von der Tanke wäre schöner da mehr Schokolade. Ich weiß das klingt kleinlich aber das sind nur winzige Dinge die aber zigfach vorgekommen sind. Wir wurden beschimpft von der Mutter, am telefon und auch im beisein der Kinder. Wenn ich die Kinder am Vaterwochenende abholen wollte um mit ihnen auf ein Kiderfest zu gehen dann schrie sie mich an ich hätte hier nichts zu suchen. Irgendwann wurde der Kontakt zu den Kindern weniger (das lag wohl an allem möglichen) aber auch da kam es z.B. vor das er zu einem vereinbarten Termin die Kinder abholen wollte und sie nicht da waren oder die Kinder ihn dann anriefen und sagten das sie keine Lust auf ihn hätten aber wenn er sie unbedingt sehen wollte könne er sie ja ins Kino fahre (aber nur fahren, nicht mitgehen). Mich belastete die ganze Situation so sehr das ich Antidepressiva nehemn mußte.
    DA sie von heute auf morgen sämtliche Zahlungsverpflichtungen die sie beide für die gemiensamme Eigentumswohnung hatten einstellte und sich um nichts mehr kümmerte mußte mein Verlobter leider auch Insovenz anmelden. Er zahlte eine Zeitlang Unterhalt, was ziemlich demütigend ist wenn die Ex vor Gericht sagt das das was man zahlt ja gerade mal für das Heu der Pferde langt. Irgendwann ging es aber nicht mehr, da er gerade mal ca 1000 Euro verdient. Er ist Angstelletr im Architekturbüro seines Vaters das seit einigen Jahren eine Durststrecke durchmacht und ihm dadurch nicht mehr zahlen kann.
    Sie ist dann mit den Kindern und ihrem neuen MAnn ins Ausland ausgewandert. DAs war eine schöne Zeit: keine klagen vor Gericht, kein Gerichtsvollzieher, keine neuen Forderungen, einfach Ruhe. Jetzt ist sie wieder da und will das alleinige Sorgerecht. Erst wollte er es nicht abgeben aber nachdem er die Kinder (mitlerweile hatte er seit ca. 4 JAhren keinen Kontakt mehr) auf dem Jungendmat wieder sah und hörte was sie über ihn sagten und wie hähmisch sie ihn auslachten hat er glaube ich resigniert und sagt er kann und will nicht mehr. Irgendwann braucht man auch mal seine Ruhe. Jetzt hat sie auch wieder auf Unterhalt geklagt. Ich weiß nicht wie wir je auf einen grünen Zweig kommen sollen. Wir haben es dur Freunde geschaft an ein schönes Häuschen zu kommen das wir nun gemietet haben. Wir können es uns gerade leisten aber wenn von dem bißchen was er verdient noch was abgezogen wird sieht es schlecht aus. Ich will nicht wieder umziehen. Wir wollten nun mit FAmilie anfangen, Kinder kriegen und nächstes Jahr heiraten. Ich würde gerne anfänglich zu Hause bleiben und mich ums Kind kümmern nur wie das gehen soll weiß ich nicht. In seiner ersten Ehe hat er von zu Hause aus gearbeitet und sich um die Kinder gekümmert (während seine Frau, wie er im nachhinein erfahren hat schon nach der Geburt des ersten KIndes bei ihrem neuen Mann war). Er war viel bei Ihnen, das geht bei den neuen Kindern nicht. Arbeiten, arbeiten, arbeiten!!! Ich habe diese Kinder am Anfang geliebt und gegen die Exfrau hatte ich anfänglich auch nichts. Mittlerweile habe ich einen totalen Haß auf die erste Familie.
    Wahrscheinlich wir mich kaum einer verstehen und das was ich geschrieben habe ist total unverständlich und abstruhs. Vielleicht denken sogar einige ich wäre Herzlos. Es war einfach zu viel, ich kann einfach nicht mehr. Im dem besagten Kindergarten wurde meir von dem dortigen Pfarrer (kath. Kindergarten) sogar wörtlich gesagt: “Wissen sie, das ist wie bei einem Fußballspieler der den Fußball gerne in die HAnd nimmt. DAs kann er im stillen Kämmerlein machen aber nicht in der Öffentlichkeit. Sie hätten Ihre Beziehung geheim halten sollen!” In einer kath. Einrichtung darf man als Angestellte nicht mit einem geschiedenen Mann zusammen sein. Hätten wir damals geheiratet wäre das ein Kündigungsgrund. Ich bekam von allen Seiten Druck (Arbeitsstelle, Kinder, Exfrau…) und mein Verlobter stand machnmal hilflos daneben und machte gar nichts weil er selber mit allem überfordert war. Von allen Seiten hieß es immer nur die armen KInder, wie es mir ging war egal. Wird das irgendwann mal aufhören? Irgendwie klinge ich gerade wie eine verbitterte Heulsuse. Aber leider ist das aus mir geworden. Ich bin verbittert und es gabe viele Monate da war lachen für mich ein Fremdwort. Ich fing schon an zu zittern wenn ich nur etwas von ihnen hörte oder ein Anewaltsbrief kam. NAchdem jetzt ein paar Jahre Ruhe war habe ich wieder aufgeatmet, auch die Beziehung lief wieder richtig gut. Irgendwie wird es nie enden. NAja, wenn das jemand liest und mich vielleicht ein wenig versteht. DANKE

  11. 5. Mai 2010 um 16:46 | #12

    Hallo Steff! Vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich kann Dich sehr gut verstehen, glaube mir. Das schlimmste ist es, wenn man so einer Situation völlig rechtsmittelfrei und damit natürlich auch machtlos gegenübersteht. Dem Richter interessiert es nicht wieviele Porsche bei der Ex-Frau in der Garage stehen. Solange hier keine Kontrollinstanz greift oder recherchen von Detekteien anerkannt werden ist man tatsächlich machtlos.

    Danke für Deinen Beitrag die Gesellschaft aufzuklären!

  12. Sabine
    6. Mai 2010 um 04:10 | #13

    @ Steff

    ich kann dich gut verstehen ich steck zur Zeit in der gleichen Situation und bin völlig am Ende.
    Und ich hab auch mittleiweile erkannt das es niemals ein Ende haben wird.
    Wir müssen stark sein bevor wir noch weiter zerbrechen.

  13. Reni
    22. Mai 2010 um 12:08 | #14

    es tut gut, dass man mit diesem Problem nicht alleine ist. Leider gibt es noch kein Gerichtsurteil, dass endlich mal den Zweitfamilien zu Gute kommt.
    Mein Mann verdient momentan knapp 1200 Euro. Wir haben drei Kinder..die kleinste ist 6 Monate alt. Aufgrund des wenigen Gehaltes, haben wir das zuständige Jugendamt gebeten den Unterhalt neu zu berechnen. Der Unterhalt wurde jetzt zwar vorrüber gehend gekürzt, aber nun folgt ein Fragebogen!! In dem auch ich mein Geld, was ich für MEINE KINDER bekomme, angeben soll. Ist das alles rechtens? Was hab ich mit dem Kind meines Mannes zu tun? Garnichts!!! Zumal man ihm den Selbstbehalt auf 810 euro runtergesetzt hat, weil das arme Kind sonst noch weniger bekommen würde. Die Mutter des Kindes(13) wohnt seit 13 Jahren immer noch in einer Sozialwohnung und verdient sehr gut. Warum will man uns nun noch mehr Geld raussaugen? Es kann so auf keinen Fall weiter gehen. Wir werden uns jetzt anwaltlich erkundigen und versuchen etwas dagegen zu. Es muß doch auch mal gerechter werden im deutschen Stadt. Dann wundert man sich noch, warum die Geburtsraten immer weiter zurück gehen…

  14. Steff
    24. Mai 2010 um 12:06 | #15

    Es ist alles so nervig. Bei uns ist es so das wier schon seit über vier Jahren keinen Kontakt mehr zu den Kindern haben. Am Anfang war es wie ich oben schon geschrieben hatte nicht einfach für ihn, aber nach dem ganzen belastenden hin ud her ging es unserer Beziehung so besser. Jetzt ist seine EX mit den Kindern wieder aus dem Ausland zurück und vordert wieder Unterhalt, obwohl sie genau weiß das er (auch durch ihr verschulden) Insolvent ist. Aber ich wiederhole mich, steht ja alles schon oben. Das neue ist nur das sie es jetzt auch geschafft hat das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Und seit gestern schickt mir seine Tochter (13), die mit ihm nichts mehr zu tun haben will, per Facebook eine Nachricht, das ich doch eine Schlampe wäre und an allem was passiert ist Schuld bin.
    Sie muß mich nicht mögen, aber kann sie uns nicht in Ruhe lassen. Früher hat mich ihre Mutter angefeindet, beschimpft, angeschrieen… und jetzt die Tochter?
    Wir wollen mit Dir nichts mehr zu tun haben aber Dein Geld wollen wir trotzdem!!!
    Wie Reni schon schreibt: Was habe ich mit den Kindern meines Mannes zu tun. Soll es bei uns wenn wir bald heiraten auch soweit kommen das da Kinder sind die mich beschimpfen aber wegen denen ich dann auch noch finanziell leiden muß?

  15. 24. Mai 2010 um 12:12 | #16

    Hallo Steff,
    das mit Facebook ist natürlich der Hammer. Ehrlich gesagt würde ich keine Sekunde zögern und – auch wenn Sie erst 13 ist – gegen die Tochter Anzeige erstatten wegen Beleidigung. So etwas muss man sich nicht gefallen lassen.

    Es kann durchaus sein – wenn nachzuweisen ist – das dieser Beitrag durch die Mutter “gefördert” wurde, dass diese den Unterhalt ganz verwirkt hat. Ich würde auf jeden Fall zur Polizei gehen und nach Abschluss des Verfahrens zu einem guten Rechtsanwalt.

    Ich drücke euch die Daumen, dass das Ganze irgendwann einmal aufhört.

    • Steff
      24. Mai 2010 um 12:19 | #17

      Hallo

      und danke für den Tipp. Ich glaube nur das die Polizei da nichts machen wird. Da sie 13 ist, ist sie noch nicht strafmündig und es wird unmöglich sein der Mutter nachzuweisen das sie etwas damit zu tun hat.

  16. nicole
    28. Mai 2010 um 12:32 | #18

    Hallo,

    wir haben auch gerade mal wieder einen Kampf/oder eher Krampf mit der EX! Mein Mann ist seid 2006 geschieden und seither habe ich das Gefühl die Frau kann nichts anderes als zum Anwalt zu rennen.(Vielleicht legt sie daher so großen Wert darauf, das sie studiert hat?!) Ab nächsten Monat zahlt mein Mann für beide Kinder aus erster Ehe 754 Euro Unterhalt und wir hoffen dann ist endgültig auch mal Ruhe. Wir haben unseren Kinderwunsch abgeschlossen, den unser Würmchen würde verhungern :-( Aber die größte Frechheit ist vor ein paar Tagen im Briefkasten gewesen, nun wird auch noch das alleinige Sorgerecht eingeklagt. Und warum? Klar, die Oma hat die (Enkel) Kinder in ihr Testament aufgenommen und bei einem alleinigen Sorgerecht, kann SIE dann das Geld alleine „verwalten“ Ich könnte sie klatschen (sorry, aber ich bin so wütend!) Sie geht natürlich nur geringe Stunden arbeiten, bekommt zusätzlich noch vom Amt Unterstützung und hat somit einen Freifahrtenschein für Prozesskostenhilfe und somit ist ihr Hobby “Wie mache ich meinem Exmann fertig!” vom Steuerarbeiter bezahlt. Manchmal wünsche ich mir, das Hexen noch verbrannt werden dürfen….
    Trotzdem: Kopf hoch…. Irgendwann bekommt jeder seine Straffe!

    • Steff
      30. Mai 2010 um 19:30 | #19

      Hallo Nicole,

      es kann doch aber nicht sein das wir nur weil es da Kinder aus erster Ehe und eine Exfrau gibt, unseren Kinderwunsch aufgeben müßen!!! Ich verstehe Dich und Deine Wut so gut.
      Ganz krass gesagt: Haben denn Kinder aus einer ersten FAmilie es verdient zu leben und Kinder aus einer neuen Ehe nicht? Ich weiß das klingt sehr provokant. Es gibt auch Exfrauen denen es mit ihren Kindern finanziell schlecht geht aber bei unseren Fällen ist es offensichtlich nicht so. Die Kinder aus der ersten Familie laufen bei uns inh den teuersten MArkenklamotten rum, waren in einem teueren Internat, haben Pferde… das wäre für unsere Kinder undenkbar. Seine Exfrau hat ihm mal während einer Verhandlung gesagt das der Unterhalt den er bezahlt gerade mal für das Futter ihrer Pferde reicht. Tja, da weiß man wo das Geld hinfließt. Bei uns hat sie nun auch das alleinige Sorgerecht und wir vermuten das es auch um finanzielle Dinge geht, denn nun hat er keinen Einblick/Einfluß mehr auf das Vermögen der Kinder.

  17. Steff
    30. Mai 2010 um 19:34 | #20

    Wo kommt ihr eigentlich alle her? Ich komme aus der Nähe von Frankfurt. Gäbe es Intresenten bei Euch sich mal zu treffen?

  18. Steff
    30. Mai 2010 um 19:54 | #21

    Ich hoffe ich verstoße mit meiner oben genannten Frage nicht gegen irgendwelche internen Regeln dieses Blogs. Ich dachte nur die Intimität des Internets ist zwar oft ganz hilfreich aber manchmal ist es doch auch ganz gut sich mal persönlich auszutauschen, Einfach nur reden oder auch evtl. Tipps im Umgang mnit der Situation von anderen zu bekommen.

  19. 30. Mai 2010 um 20:02 | #22

    Grundsätzlich ist hier nichts verboten, nur kann ich mir gut vorstellen, dass es gerade in diesem Bereich sehr viele gibt, die hier gerne etwas Anonymität walten lassen. Ich gehöre indes auch zu diesem Kreis.
    Rein verbal sollte man sich hier an die deutsche Gesetzgebung halten und nicht beleidigend oder unfair werden.

    Kleiner Tipp am Rande: Ich war mal aktives Mitglied im ISUV – Verein (www.isuv.de), dort findet man sicher gleichgesinnte. Der Bundesvorsitzende hätte auch sicher nichts dagegen, wenn sich eine Gruppierung mit dem Thema “Zweitfamilie” beschäftigt. Soweit ich weiß gibt es da sogar schon eine Arbeitsgruppe. Frag’ doch einfach mal nach: http://isuv.de/tiki-index.php?page=Frankfurt+am+Main

  20. nicole
    31. Mai 2010 um 08:34 | #23

    Hallöchen,
    naja ich glaube ich habe am 28. Mai etwas heftig reagiert, weil alles noch recht frisch und dann immer auch sehr aufreibend ist.Daher habe ich wohl etwas zu emotional reagiert. Wenn ich daher die falschen Worte gewählt aber und eventuell jemanden “auf die Füße getreten habe”, möchte ich mich HIERMIT ganz aufrichtig entschuldigen!

  21. nicole
    31. Mai 2010 um 08:45 | #24

    ….komme aus NRW

  22. Falk Wiedemann
    18. August 2010 um 08:48 | #25

    Die Gesetze die in diesem Staat geschaffen werden, werden anscheinend von Leuten geschaffen die gar nicht mehr wissen wie es im Volke aussieht.

  23. 18. August 2010 um 17:09 | #26

    @Falk Wie wahr! Leider geht die Politik schon sehr lange am Volk vorbei. Es werden die Interessen von denen mit der besten Lobbyarbeit durchgesetzt. Um einen Volksentscheid herbeizuführen, bedarf es schon einiges an Power. Da ist so eine Gruppe von betroffenen Vätern wohl leider nicht dazu in der Lage.

  24. 8. November 2010 um 17:52 | #27

    Was bedeutet eigentlich “alleinerziehend”? Die Ex von meinem LG betrachtet sich auch gerne als “alleinerziehend” und sie will ja nur den Unterhalt der ihr ZUSTEHT.
    Fakt: Sie wohnt mit Ihrem LG in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft – daher steht ihr schon mal kein Ehegattenunterhalt zu! (So seinerzeit die Richterin = mehrfache Mutter)
    Alleinerziehend ist eine Freundin von mir. (Eine Rarität!!) Sie lebt in der Tat mit ihrem Kind und OHNE Partner in einem Haushalt. Der Vater des Kindes zahlt KU abzügl. 1/2 Kindergelt. Das ist völlig in Ordnung – mehr beansprucht die Kindsmutter nicht. Die Beziehung hat nicht geklappt, aber dafür muss man den Kindsvater nicht bestrafen.

    Ja, wir hätten gerne Nachwuchs!! Aber diesen Luxus darf sich nur die Ex meines LG leisten!! Wir dagegen dürfen ihre Schulden zahlen und neben dem KU noch das ein oder andere bezuschussen. Immerhin hat ja auch der Kindsvater ausschließlich – natürlich nur monetär gesehen – sein ganzes Leben seinen Kindern zu opfern. Auch wenn er sie nicht immer sieht bzw. diese ihm entfremdet werden. Denn die Familie ihres LG geht natürlich und in jeglicher Hinsicht vor. (Wohlgemerkt: selbst ihr LG hat ein Kind aus erster Ehe! Ach wie vorbildlich!! Jetzt hat er quasi drei Kinder und bekommt dafür noch mehr “Kindergeld” – prima)

    Ich gönne den Kindern ihren Unterhalt! Aber es kann nicht sein, dass Patchworkfamilien aus erster Hand ein Leben über den Durchschnitt eines Mitteldurchschnittsverdieners leben.
    Das muss man sich in der Tat auf der Zunge zergehen lassen: Während sich Otto-normal-Familien und Zweitfamilien mit dem Durchschnitt oder Unterdurchschnitt abfinden müssen haben Erster-Hand-Patchworkfamilien regulären Einkommen zusätzlich den mtl. KU.
    In Zahlen ausgedrückt schmerzt das noch mehr: Zweitfamilien (3 Köpfe) mit dem Einkommen von z. B. 2000 Euro abzügl. 500 Euro (KU 2 Kinder) = 1500€ + 184€ KG = 1684€.
    Erster-Hand-Patchworkfamilien: 2000€ + 500€ + 368€ KG = 2868€
    Wow, die Differenz liegt bei 1.184€ – Quasi ein ganzes zusätzliches netto Vollzeiteinkommen.

    Kein Wunder, dass wir uns keinen Nachwuchs leisten können. Denn Kinder sind sehr sehr teuer. Immerhin, der DDT nach kostet jedes Kind mindestens 450 Euro mtl.

  25. 8. November 2010 um 19:02 | #28

    Vielen Dank Emmi, Du sprichst mir aus der Seele. Auch meine Ex-Frau lebt in einer Ehe. Im Übrigen war das ein langer Kampf bis ich trotz der vorher eheähnlichen Gemeinschaft kein Unterhalt mehr zahlen musste. Irgendwann, nachdem der Druck groß genug wurde, verzichtete Sie dann auf Ehegattenunterhalt wenn ich alle Schulden übernehme.
    Und siehe da: Einen Monat nachdem Sie auf den Ehegattenunterhalt verzichtete hat sie wieder geheiratet. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
    Nun ja, jetzt hat arbeitet der Mann natürlich vollzeit und Sie bekommt einen 331 Euro Job von mir gesponsert.
    Ganz vergessen zu erwähnen, dass Sie ja auch Halbtags arbeiten kann, da das Kind ja mittlerweile 15 Jahre alt ist. Ja da schau hi!

  26. Steff
    11. November 2010 um 11:15 | #29

    Hallo, hoffe jemand hier kann mir vielleicht mit einem Rat helfen, habe hier am 5. Mai schon mal ein wenig meine Geschichte erzählt. Mittlerweile hat die Exfrau das alleinige Sorgerecht und ich habe gehofft sie läßt uns in Ruhe. Vor ein paar Monaten kam ein Brief vom Gerichtsvollzieher das mein Verlobter seinen Kindern noch Unterhalt schuldet. Der Gerichtsvollzieher kam und als er erfahren hat das mein Verlobter Insolvent ist und nicht einmal 1000€ verdient ist er wieder gegangen. Nun, Monate später bekommt mein Verlobter eine Vorladung zur Polizei wegen dem Ermittlungsverfahren der Straftat Verletzung der Unterhaltspflicht. Mich belastet das wahnsinnig. Die haben alles und wir müßen schauen wie wir uns wider langsam etwas aufbauen können da seine Ex ihn mit über 100 000€ gemeinsammen Schulden alleine gelassen hat. Sie hat im Vorfeld Insolvenz angemeldet und mit ihrem neuen Ehemnann in einer Villa mit Pferden und teuren Autos gelebt (nicht übertrieben). Was nun? Wir können keinen Unterhalt bezahlen.

  27. 11. November 2010 um 11:28 | #30

    Hallo Steff, ich denke nicht, dass Dein Verlobter von der Polizei etwas befürchten muss, wenn er sich um eine Arbeitsstelle bemüht und des Gehalt durch die InsO bereits gepfändet wird. Ich würde das ganze gar nicht so eng sehen. Dass das Ganze ein bisschen “Rennerei” ist, weiß auch ich. Aber dagegegen wirst Du nichts machen können.

    Zitat: “Wir können kein Unterhalt zahlen”

    Das ist leider völlig egal. Auch ich hatte Monate in welchen ich als Selbständiger nur 600 Euro verdient hatte. In diesen Monaten musste der Unterhalt sogar von meiner Lebensparterin gezahlt werden.

    Kleiner Tipp von mir: Schreibe Deine Geschichte auf und schicke diese an TV-Reportagen. Gerade solche Fälle werden gerne hergenommen. Auch über mein Fall war bereits ein Artikel im Spiegel.

    Am besten ist es, Du legst noch ein paar Fotos vom “Anwesen” der Exfrau bei.

  28. Steff
    11. November 2010 um 11:47 | #31

    Danke für die schnelle Antwort. Es belastet mich doch sehr das niemals ruhe sein wird.
    HAbe ich das richtig verstanden? Wenn mein Verlobter keinen Unterhalt bezahlen kann, kann es passieren das ich zahlen muß???
    Ich kenne die Kinder schon seit dem Kindergarten (bin Erzieherin) und am Anfang mochte ich sie heiß und innig aber wenn ich daran denke das ich einer nun 14 jährigen die mich als Schlampe bezeichnet und mich haßt (kam per Facebook/Kontakt schon seit Jahren nicht mehr) auch noch Geld zahlen soll, könnte ich kotzen!!! Entschuldigt die direkten Worte.

  29. 11. November 2010 um 22:24 | #32

    Ja, das hast Du richtig verstanden. Das gilt sogar bei eheähnlichen Lebensgemeinschaften. Siehe http://www.finanztip.de/recht/familie/ur15p01032.htm

    Zitat: “Im Ergebnis bleibt somit der “Hausmann” seiner geschiedenen Ehefrau und den Kindern aus der früheren Ehe in vollem Umfang unterhaltspflichtig.”

    Das einzige was hilft ist die Volljährigkeit des Kindes. Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Kraft für die kommende Zeit.

  30. Bianca
    5. Dezember 2010 um 21:30 | #33

    Hallo,
    auch ich mache ähnliches durch.

    Ich und mein Partner sind jetzt schon seit fast 7 jahren zusammen ich bin mittlerweie 24 jahre. der wunsch nach einem kind ist natürlich schon seit längerem da.
    Jedoch nicht möglich.

    da mein freund mit seiner ex eine gemeinsame tochter hat (7) und er für die kleine einen nicht unerheblichen unterhaltsbetrag bezahlen muss.

    weiterhin kommt hinzu das die gutste meinem freund einen schuldenberg von damals fast 80.000 dm hinterlassen hat also dürfen wir das nebenbei auch noch abzahlen.

    es ist für eine “zweitfamilie” nahezu unmöglich das familienleben zu geniessen wenn man im hintergrund noch eine solche person als ex sitzen hat.

    denn wenn der schuldenberg mal beglichen und wir mal ein kind haben. werden wir wie das auch jetzt der fall ist ständig bemüht darum sein uns über wasser zu halten.

    denn es wird nicht die aktuelle familie an erster stelle stehen die gerade in takt ist. nein es werden die “altlasten” mit höchster priorität zu behandeln und finanziell zu unterstützen sein.

    und das ist irgendwo ne sache die mal gar nicht geht. aber wer soll sich darüber im bundesrat schon gedanken machen.

    es gibt ja schliesslich tabellen die den bedarf eines kindes regeln egal wie die momentane sitution aussieht.

    den “zweitfmilien” ist es realistisch betrachten nur möglich halbwegs zu leben wenn kind raus 8 wochen alt und dann auch die mutter wieder arbeiten geht. aber bitte vollzeit. denn der vater der ebenfalls vollzeit arbitet muss ja den unterhalt in voller höhe für das erste kind bezahlen. wo bleibt denn da die familie??
    man versucht doch nur noch die personen in der sogenannten familie zu ernähren aber ein richtiges familien leben gibt es doch gar nicht.

    und ganz erlich ich als mal werdende mutter könnte mir nicht vorstellen zu sagen ich geh 8 wochen nach geburt meines kindes wieder arbeiten. ich will ja wenigstens das erste jahr voll auskosten und die zeit mit meinem kind verbringen und der vater auch so viel wie möglich und nicht im notfall auch noch auf montage zu müssen.

    der staat ist einfach nicht familien fähig. sagt keiner das es einfach ist. aber schlimmer geht es glaube fast nicht mehr. im bezug auf “zeitfamilien”

    naja genung der aufregung =)

    ihr seht es gibt noch mehr die ebenso leiden wie ihr =)
    LG Bianca

  31. Reinhardt
    21. Dezember 2010 um 11:27 | #34

    Ich finde irgendwie hat sich die Lage noch immer nicht gebessert, da müsste doch schon längst grundsätzlich was umgeändert werden. ich zahle ja gerne für meine Kinder und habe auch genug, um nciht am Hungertuch nagen zu müssen. kenne aber auch andere Fälle, wo das Verhältnis zur Ex nicht so toll ist und daher viel Streit herrscht. Ich musste schon vor Jahren eine Finanzberatung suchen, weil ich mit den vielen Regeln nicht klar kam. Irgendwie gibt es da tausend Spezialfälle. Warum kann die Politik nicht ihren Hintern mal bewegen und eifnach das ganze System sinnvoll von Grund auf hoch ziehen. Statt dessen wird da einfach an allen Enden geflickschustert und am Ende funktioniert doch wieder nichts.

  32. Leviathan
    27. Januar 2011 um 12:26 | #35

    ich finde das alles problematisch. Ich bin eine “Zweitfrau” und ungeplant schwanger. Finanziell für uns ein Desaster. Ich verdiene zwar ganz gut aber durch Elternezeit weiß ich nicht wie wir zukünftig unser Leben finanzieren sollen. Mein Partner kann keinen Erziehungsurlaub nehmen wegen der Gesetzeslage. Da wir zusammen gezogen sind, hat er einen neuen Job begonnen und verdient weniger. Nach Abzug des KU für seine beiden Kinder aus erster Familie bleibt der Selbstbehalt. Der Erstfamilie geht es richtig gut, neues Haus, neuer Partner und den Abtrag für das Haus zahlen ihre Eltern. Das die Kids nur die besten Markenklamotten tragen und ihre ach so arme Mutter ebenso ist ja auch nur fair….schließlich wurde die arme ja verlassen, nachdem sie fremdgevögelt hat. Achja für das Besuchsrecht muss mein Partner auch noch aufkommen. Wir dagegen wissen nicht wie wir zukünftig mit Kind unser Leben finanzieren sollen…..achja sorry stimmt ja, wir könnten ja auch abtreiben….aber alles zum Schutz des Kindes…halt nur wenn es zur Erstfamilie gehört….Schade aber auch…

  33. André Zeiger
    7. Februar 2011 um 15:37 | #36

    Habt Ihr schon einmal einen Vaterschaftstest machen lassen? Privat oder übers Gericht? Seit Ihr euch wirklich sicher, dass das Gutachten stimmt? Keiner kann sicher sein!
    Wir haben schon mit einigen betroffenen Papas Kontakt. Es sind auch andere Bundesländer betroffen.
    Immer wieder laufen die Fäden im gleichen Institut zusammen.
    Wenn man sich mit dem Vorleben dieses Unternehmens beschäftigt, dann braucht man sich nicht mehr darüber zu wundern.
    Ich wurde zu einem Blutgruppengutachten von einem öffentlich bestellten und beeidigten Blutgruppengutachter eingeladen. Habe aber ein DNS-Gutachten bekommen mit DNS-Markern. Nicht einmal die Blutgruppe wurde mitbestimmt, zumindest nicht in “meiner Ausführung” des Gutachtens, welches ich als Kopie von meinem Rechtsanwalt bekommen habe.
    Bei einem Blutgruppengutachten werden Blutgruppensysteme bestimmt wie z.B. AB0, Rhesus usw. In meinem Gutachten stehen aber DNS-Marker wie z.B. CSF1PO, FGA, TPOX, Penta D, Penta E usw. Die Identitätsnachweise habe ich zu dem Gutachten nicht bekommen. Auf Anfrage habe ich diese über meinen Rechtsanwalt nachgereicht bekommen. In den Identitätsnachweisen verschwinden dann einige Dinge. Fingerabdruck vom Kind, Stempel vom Arzt, unterschrieben hat kein Arzt, sondern jemand nur im Auftrag, Untersuchungsgut kein Kreuz. Man müsste glauben, ein Gutachten übers Gericht ist perfekt. Weit gefehlt! Das war nur ein kurzer Auszug. Männer wacht auf! Meldet Euch bei mir oder werft Ihr euer Geld gerne zum Fenster raus und das 18 Jahre lang und dann kann es noch weitergehen: Studium, Erbfolge usw. André Zeiger, Wiesentheid (Bayern) Tel.09383/90840, 0172/8789884 oder 0172/3662960

  34. Maja
    15. Februar 2011 um 13:46 | #37

    Hallo ich bin neu hier und habe mir mal alles in Ruhe durchgelesen und bin froh das ich endlich mal eine Seite gefunden haben in der man Mitreden kann. Ich gebe euch allen Recht, das man als Zweitfamilie in diesem Staat nur ausgebeutet wird. Mir geht nicht anders, habe einen Mann geheiratet(aus liebe)der geschieden ist und 2 Kinder aus dieser Ehe hat. Seine Frau ist durchgebrannt mit einem anderen (hat die ganze Ehe fremdgev….), hat ihn ruiniert und darf Ihn weiterhin abzocken,uns ständig terrorisieren. Stimmt es gibt solche und solche Fälle. Aber wir als Zweitfamilie sollen alles hinnehmen, wie die armen Kinder und die arme Frau! Diese Frauen haben doch die Situation so gewollt also sollen die auch dafür Bestraft werden, aber die wissen ja ich habe die Kinder mir kann nichts passieren. Was ist mit unseren Kindern? Die dürfen am Existenzminimum leben oder wie? Mein Mann geht schwer Arbeiten, hat einen undankbaren Job angenommen und ist auf Montage damit er die Kinder aus 1 Ehe unterhalten kann. Meine Söhne 6J. und 3J. haben rein garnichts von Ihrem Papa und ich als Frau auch nicht. Unsere Ehe lebt sich auseinander und das ist genau das was der Staat möchte noch 2 weitere Scheidungskinder. Wir leben hier am Minimum muß mit 600,- Euro auskommen für 4 Personen. Die Ex ist selbstständig, was Sie auch noch meinem Mann zu verdanken hat, hat sich ein Haus gekauft, fährt ein dickes Auto und ach ja in Urlaub fahren die 3 mal im Jahr und normale Kleidung gibt es da auch nicht. Werden dann noch ausgelacht, weil ich im Discounter einkaufen muß. Wir können unseren Kindern einmal im Jahr einen Zoobesuch schenken. Die Zweitfamilie wird hier in diesem Staat nicht geschützt. Damit müssen wir wohl leben und uns ständig darüber den Kopf zerbrechen wie es Tag für Tag weitergehen soll. Danke fürs zuhören.

  35. Petra
    14. April 2011 um 13:10 | #38

    Hallo,
    auch ich muss es mir mal von der Seele reden: Bin seit 11 Jahren mit meinem Mann (seit 4 Jahren verheiratet) zusammen, der damals kurz vorher von seiner Ex betrogen und verlassen wurde… Aus der Ehe gibt es 2 Mädels, heute 14 und 15 Jahre, Sorgerecht gemeinsam. Sie zogen damals mit der Mutter. In den 11 Jahren hatte die Dame mindestens 10 Beziehungen, in die die Kinder stets gleich integriert wurden. Einmal zog sie sogar 200 km weg zu ihrem Neuen, meldete die Kinder fröhlich von Schulen ab und an und tat auch sonst, was sie wollte.Mein Mann durfte immer nur zahlen, Beistandschaften wurden beim Jugendamt geführt. Während Madame 3x pro Jahr in Urlaub fuhr, war bei uns Schmalhans Küchenmeister (auch ich habe noch 2 Söhne aus erster Ehe) Wir arbeiten beide und haben am Wochenende noch Nebenjobs, um über die Runden zu kommen. Den Kindern meines Mannes bei der Ex fehlte es jedoch immer an allem, an Essen, Kleidung etc, obwohl sie monatlich 724,- € von uns kassiert hat und selbst netto ca. 2500,- € verdient. Seit wir die Mädels letzten Sommer mit in den Urlaub nahmen, wollte die Kleine zu uns ziehen, da die Mutter sich nie kümmert, nie zu Hause ist und nur an sich selbst denkt (auch Kinder wachen irgendwann auf). Über das Jugendamt haben wir es tatsächlich durchgeboxt, seit 2 Monaten lebt sie nun bei uns. Wer aber jetzt denkt, es ginge uns besser- weit gefehlt. Wir haben noch keinen Cent gesehen, weder Unterhalt für die bei uns lebende Tochter noch Kindergeld. Das Jugendamt droht mit Lohnpfändung wegen der älteren Tochter, weigert sich den Titel wieder rauszurücken, denn eigentlich hebt sich der Unterhalt gegenseitig auf, da die Ex und mein Mann etwa gleich verdienen und die Kids fast gleichaltrig sind. Aber nein, die Dame besteht auf Fortführung der Beistandschaft, während sich die Unterhaltsberechnungen unseres Jugendamtes ewig hinziehen und wir mit weniger als je zuvor auskommen müssen. Das Mädel ist bei uns mit 2 Kisten eingezogen, die komplette Einrichtung mussten wir neu kaufen, ein Fahrrad für den Schulweg, da die Mutter sich weigerte, es mit zu geben und für den kommenden Sommer besitzt sie keinerlei Kleidung. Die Gesetze in Deutschland sind dermaßen unfair und nur für die Frauen gemacht, wie mir scheint, mein Mann wird beim Jugendamt nur sehr schleppend und unwillig beraten…..

  36. 19. April 2011 um 18:17 | #39

    Hallo Petra,

    zuerste einmal vielen Dank für Deinen Beitrag! Diese Szenarien kommen sehr oft vor und sind – zu meinem tiefsten Bedauern – immer noch nicht in der Gesellschaft angekommen. Du sorgst mit Deinem kleinen Beitrag dafür, dass diese Seite immer öfter gefunden wird und dass den Lesern die Augen geöffnet wird wie es tatsächlich aussieht im Rechtsstaat Deutschland.

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie auf jeden Fall alles alles Gute und dass Du diese Tortur gut überstehst! Kopf hoch!

  37. sabrina konow
    13. Mai 2011 um 18:58 | #40

    hmmm,wer soll einem nun mehr leid tun??eine möglicherweise verbitterte ehefrau,die wissend einen mann geheiratet hat und kinder in die welt gesetzt hat,obwohl sie um ein kind aus erster ehe wusste.oder aber das kind das wohl den vater gar nicht oder teilweise sieht…na sicher stellt sich die frage was sind schon ein “paar hundert euro”unterhalt im monat??wer sagt das das kind aus 1.ehe mehr geld zur verfügung steht als dem eigenen??es geht hier doch nicht ums kind,zumindest nicht ums “andere”das ist doch immer wieder eine persönliche sache.wenn man doch ehrlich zu sich selbst ist stört das andere kind,man ist eifersüchtig..und wer sagt das kinder aus 2ter ehe bevorzugt werden sollen??wer will über das kleine übel entscheiden??eine mutter die nicht neutral ist??oder doch lieber das gesetzt das nunmal auch das erste kind berücksichtigt_auch wenn es einem nicht passt!!so ist es;))

  38. 31. August 2011 um 12:38 | #41

    Es mag kaum einer glauben, aber es gibt zwischenzeitlich sogar Mitarbeiter bei Jugendamt, die das Verhalten mancher Mütter gegenüber ihren Kindern und Ex-Partnern verurteilen. Leider sind in diesem Staat den Betroffenen und den gerne helfen wollenden die Hände gebunden.
    Erst musste vor drei Jahren der Umgang mit den Kindern – vor allem mit dem Jüngsten – vor Gericht geklärt werden. Denn eine Kommunikation mit der Kindsmutter ist absolut nicht möglich. Selbst vor Gericht war die Kindsmutter nicht in der Lage Kompromissbereitschaft zu zeigen.
    Seit der Androhung einer Geldbuße vor drei Jahren kann mein Partner bzw. wir einen relativ regelmäßigen Umgang mit den beiden Kindern aus seiner geschiedenen Ehe pflegen.
    Bedauerlicherweise verlaufen die Besuchswochenenden der Kinder selten reibungslos, da die Kindsmutter immer wieder auf irgendwelche Sonderwünsche besteht. Und wir haben uns grundsätzlich nach ihr zu richten. Wenn mein Partner – oftmals zu Recht – ein Veto einlegt, wird das älteste Kind (11 Jahre) vorgeschickt und soll dem Vater klar machen, dass der Willen der Kindsmutter oberstes Gebot hat.
    Im letzten Jahr kam der Befehl, dass wir mit dem ältesten Kind gefälligst mal in den Urlaub fahren sollten. Wir haben uns in den letzten vier Jahren einen Urlaub gegönnt, während die Kindsmutter samt Kinder und Partner grundsätzlich 2 x im Jahr in den Urlaub fährt.
    Dazu kurz angemerkt: Während das 11jährige Kind von je her auch die hälftigen Ferien bei uns verbrachte, kam das jüngste 6jährige Kind bis dato ausschließlich nur an den Wochenenden zu uns und hat nur max. 3 Nächte bei uns verbracht. Mehr war seitens der Kindsmutter nicht drinne.
    Gut, in diesem Jahr sind wir mit dem ältesten Kind zwei Wochen in den Urlaub gefahren. Die Kindsmutter war zufrieden und freute sich für das Kind. Aber nur bis zu dem Tag, an dem sie von meiner Schwangerschaft erfuhr. Jetzt bekommt mein Partner ständig vorwürfe, dass er sich nicht für sein zweites Kind interessiere und es nicht wichtig für ihn ist.

    Meine Güte, gibt es irgendwo ein Rezept für den Umgang mit Personen, denen es man nie recht machen kann? Menschen, die im Grunde alles haben um glücklich zu sein und doch so mit sich selbst und dem Umfeld unzufrieden sind?

    Mein Partner ist in der Zwischenzeit wieder an dem Punkt angelangt, wo er am liebsten auf den Umgang mit seinen beiden Kindern verzichten möchte. In der Hoffnung, dass das für seine beiden Kindern besser ist, als das beide ständig diesem belastenden Konflikt ausgesetzt sind.

    Ich bin anderer Meinung. Meiner Meinung nach ist für Kinder das Gefühl, dass der Vater sie verstoße schlimmer als der Druck, den die Mutter ausübt.
    Abgesehen davon freuen sich die beiden auf ihr künftiges Geschwisterchen – und ich möchte auch nicht auf die beiden Kinder verzichten, denn sie sind ein Teil meines Partners.

    • 31. August 2011 um 15:19 | #42

      Hallo, vielen Dank Emmi für Deinen Kommentar. Ich finde Deine Ansichten hinsichtlich der Kinder Deines Partners toll. Da ich jedoch selbst Probleme mit der Art und Weise des Umgangsrechts meiner Ex-Frau hatte, kann ich Deinen Partner verstehen, wenn er sich den Stress schenken möchte. Unter dieser Voraussetzung könnten Ihm niemand einen Strick daraus drehen und er sollte keine Schuldgefühle haben. Ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen und wünsche euch viel Kraft für die noch kommende Zeit und den noch sicher kommenden Ärger mit der Kindsmutter. Es gibt hier sicher viele die Mitfühlen werden.

  39. Martha
    13. September 2011 um 11:20 | #43

    Ist schon ein bißchen her, seit der letzte Kommentar eingestellt wurde, aber ich kann mich dem Missmut einiger hier nur anschließen. Ich gehöre auch zu den Zweitfrauen (obwohl mein Mann mit seiner Ex, mit der er eine Tochter hat, nicht verheiratet war) die krampfhaft versuchen sich ein neues Leben aufzubauen und es ist megaschwierig und finanziell fast nicht möglich, obwohl wir beide voll arbeiten. Mitte Januar kam der Brief vom Amt, dass mein Göttergatte jetzt 105% (fast 300 Euro) bezahlen soll und die gute Ex ließ dann noch reinschreiben, dass sie sofort auch noch 500 Euro für ein schulisch bedingten Computer überwiesen haben will, für den sie aber von allen Seiten zu Weihnachten ordentlich bezuschusst wurde und auch noch 1 Jahr vorher Zeit hatte Geld zurück zu legen auch vom Unterhalt…. Sie hat alles: eine eingerichtete Wohnung (Mein Mann ist zu mir nur mit seinen Klamotten und der DVD-Anlage eingezogen), sie hat ein Auto und ein Garten….. Wir nur das Nötigste: ne kleine Wohnung. Zur Arbeit nehmen wir die Bahn und vorallem haben wir eins: nen Kredit an der Backe, weil wir uns komplett neu einrichten mussten… Aber diesen Frauen wird immer weiter das Geld in den Rachen geworfen. Nach dem Umgang muss man betteln. Ich habe keinen Bock mehr, vor allem weil man sich dann von der eigenen Familie noch anhören darf: Es geht ja NUR um das Kind….. Nein das geht es schon lange nicht mehr……
    Und was ist mit meinem Kind, wenn es mal da ist? Das interessiert niemanden!

  40. 13. September 2011 um 14:13 | #44

    Hallo Martha,
    Deine Schilderung kommt mir bekannt vor. Als ich meinen Partner kennen lernte, war er bereits zwei Jahre von seiner Frau getrennt. Ausser den gemeinsamen Schulden und ein paar seiner persönlichen Sachen hatte er nichts. Sie dagegen das Haus, die Möbel, das Auto, die Kinder und einen neuen Lebenspartner. Die Schulden sind in der zwischenzeit getilgt, und als Dank hat sie den Unterhalt neu berechnen und den Titel entsprechend anpassen lassen.

    Was mich am meisten ärgert ist die Tatsache, dass die Kinder IMMER in der Schusslinie stehen. Und nicht nur die beiden aus der geschiedenen Ehe meines Partners sondern auch unser gemeinsames Kind. Klar kann man an dieser Stelle fragen, warum wir uns auf ein gemeinsames Kind eingelassen haben. Aber wenn man sich heutzutage umschaut ist eine Trennung/Scheidung genauso selbstverständlich geworden wie eine (intakte) Ehe oder das Leben als Single. Mit zunehmenden Alter hat nun mal jeder Mensch eine Vergangenheit. Und warum muss ich als Ü30 auf ein eigenes Kind verzichten, nur weil der Partner mit dem ich zusammenlebe bereits Kinder hat? Umgekehrt, warum muss ein unterhaltspflichtiger Kindsvater auf ein eigenes Leben verzichten, nur weil seine Exfrau mit seinen Kindern ein neues Leben angefangen hat?
    Ich gebe Dir Recht, es geht nicht “NUR um das/die Kinder”. Ich habe auch wenig Verständnis für die Aussage “Du hast doch quasi zwei Kinder” (Lieblingsspruch meiner Familie). Aussenstehende sehen das alles mit anderen Augen, sie bekommen den immer wiederkehrenden nervraubenden Kampf und die Verzweiflung nicht mit. Die Schikanen einer Exfrau und der ständige Kampf bezüglich des Umgangs mit den Kindern können eine Beziehung enorm belasten. Und nicht jeder neue Partner hält diesem Druck stand. Gerade während meiner Schwangerschaft habe ich mich oft gefragt, wieso ich mir das eigentlich angetan habe.

    Trotz allem würde ich mir nicht den Mut und den Wunsch nach einem eigenen Kindes nehmen lassen. In der Zwischenzeit habe ich einige Zweitfamilien in ähnlichen Situationen kennen gelernt. Auch mit wenig Geld und vielen Einschränkungen kann man den Kindern vieles bieten, was sie benötigen.

  41. 13. September 2011 um 15:22 | #45

    Vielen Dank Martha für Deine offenen Worte. Auch wenn die Kommentare nicht sehr regelmäßig eintreffen, so ist doch ein langsam aber kontinuirlicher Anstieg der Besucherzahlen des Blogs zu merken. Und das ist gut so. Ich wollte erreichen, dass die Situation der Zweitfamilien etwas transparenter wird in der Gesellschaft und das erreicht man nicht dadurch, dass man brav den Mund hält.

    Ich finde es gut, dass hier kommuniziert wird und freue mich auf jeden weiteren (meinetwegen auch kritischen *g* ) Kommentar. Also: Vielen Dank für Deine Worte und kämpfe weiter! Es rentiert sich.

  42. D40
    20. September 2011 um 08:08 | #46

    Hallo, ich gehöre auch zu diesen “Zweitfrauen”. Bin mit meinem Freund seit 3 Jahren zusammen, und seitdem terrorisiert uns seine Ex. Sie waren verheiratet und haben eine Tochter, die ist jetzt 12 Jahre alt. Die Ex behielt das Haus, den kompletten Hausrat. Sie verreist mehrmals im Jahr (natürlich ins Ausland). Sie hat meinen Freund beim Zugewinnausgleich betrogen, fordert überhöhten Unterhalt (er ist selbstständig) sowie eine hohe Ausgleichssumme, die mein Freund natürlich noch nicht zahlen konnte. Sie drohte mit dem Gerichtsvollzieher. Sie klagt wegen zu wenig Unterhalt. Sie hat ihn seit der Trennung Stück für Stück fianziell ruiniert. Sie benutzt das gemeinsame Kind, um uns zu schaden. Und am Ende rennt sie zum Jugendamt, um sich zu beklagen, dass sie mit dem Kindesvater nicht mehr reden kann und das Kind darunter leidet.

    Nun mussten sie gemeinsam zum Jugendamt, und es wurden dort Festlegungen getroffen, wann wer wie das Kind behütet. Übrigens: ich habe auch eine Tocher, sie ist 14 Jahre alt. Ich habe auch schon beim JA vorgesprochen, um Hilfe gebeten, weil diese Ex sich ständig in unser Leben mischt und uns einfach nicht in Ruhe lassen kann (sie schreibt meinem Freund seit der Trennung regelmäßig eMails, fordert ständig Geld, schreibt vor, was er machen soll usw.). Sie ruft zig mal in der Woche bei ihm an. Sie mischt sich in unsere Kinderwochenenden usw.
    Aber das JA reagiert nicht. Meine Tochter hat ebenfalls bei der Bearbeiterin vorgesprochen Aber es geht ausschließlich um das eine Kind (SEIN Kind), und die leiblichen Eltern müssen miteinander reden und sich vertragen. Die kramen dort beim JA Sachen raus, wo ich mich frage, wollen die die alte Familie wieder zusammen führen? Dort wurde sogar schriftlich festgehalten, dass bei mir zu Hause eine räumliche Abtrennung meines Flures erfolgen soll, damit sein Kind, wenn es alle 14 Tage zu uns kommt, eine eigenständige Schlafecke hat. Das beraten die dort im Amt, ohne jemals mein Haus gesehen zu haben (übrigens: es ist mein Haus, mein Freund wohnt dort nur zur Miete ;-)

    Was den Unterhalt betrifft – 334 Euro pro Monat für ein 12-jähriges Kind – oder sogar 356 Euro, wenn man nur für einem Kind zahlen muss – plus 184 Euro Kindergeld macht zusammen 540 Euro / Monat, was die Mutter als Zuschuss bekommt, weil bei ihr das Kind lebt. Jetzt frag ich mal die Mutter, was sie jeden Monat mit diesem Geld macht…
    Meine Tochter ist 14, und die braucht schon etwas mehr Geld, weil sie ständig mit Freunden weg geht, mit dem Zug fährt, ständig neue Klamotten “braucht”. Ich bekomme nicht mal den Mindestunterhalt von ihrem Vater. Aber: ich komme zurecht.

    Die Unterhaltstabellen sind wirklich ungerecht. Die Väter haben da echt schlechte Karten, wenn die Mütter auf den vollen Unterhalt bestehen. Den Vater kann man bis auf einem Selbstbehalt von 950 Euro nackig machen, egal, was die Mutter verdient. Das ist ungerecht. Zumindest sollte ihr Einkommen mit berücksichtigt werden, genauso, wenn in ihrem Haus ein neuer Lebensparter wohnt, der nicht mal eigene Kinder hat.

    LG

  43. 20. September 2011 um 11:14 | #47

    Hallo zusammen. Als ich hier meinen ersten Beitrag geschrieben habe war ich so verzweifelt und fühlte mich “alleine”. Auf der einen Seite ist es beruhigend zu wissen, dass es auch viele andere betroffene gibt. Traurig ist die Tatsache, dass dem unsere Gesellschaft (vor allem Ämter) wenig Aufmerksamkeit schenkt.
    Bevor ich meinen Freund kennen lernte, habe ich nie gedacht, dass es wirklich solche abartigen Mütter bzw. Exfrauen geben kann.
    Die Ex meines Freundes bekommt für die beiden Kinder mtl. ca. 900Euro (inkl. 2 x Kindergeld). Auf unsere Frage, wofür dieses Geld mtl. verwendet wird erhielten wir folgende Antwort: “Anteilige Miete der Kinder, denn jedes habe ja schließlich ein eigenes Zimmer. Und natürlich für die mtl. Nebenkosten wie Strom, Gas und Wasser…”
    Weiterhin warf sie mir an den Kopf, dass ich auch mal endlich ein Kind bekommen sollte. Dann wisse ich auch, wie teuer ein Kind ist. Woraufhin ich sie gefragt habe, wie sie denn ihren Lebensstandard mit einem Kind halten konnte, als mein Freund und sie noch zusammen lebten? Zu diesem Zeitpunkt war sie Hausfrau und die Familie bezog nur ein Einkommen. Auf diese konkrete Frage werde ich keine Antwort bekommen – und ich erwarte sie auch nicht. :-)
    (Jetzt bin ich schwanger, und ihr passt es auch nicht :-) )

    D40, die Regelung vom JA ist ja absurd!! Wird als nächstes noch erwartet, dass ihr drei in ein größeres Haus zieht, damit die Tochter Deines Freundes ein eigenes Zimmer bekommt? Ich bin fassungslos!!!
    Die Ex meines Freundes ist ja schon heftig und unverschämt – aber bei dem, was Du so schilderst – ja noch recht harmlos. Wie verstehen sich eigentlich die beiden Mädchen untereinander? Jedenfalls wünsche ich Dir weiterhin viel Kraft und Ausdauer!!!

    Hier eine kleine Anekdote, die mir vor einiger Zeit wiederfahren ist:
    Eine Bekannte hatte mich zu einem “Mary Kay”-Abend eingeladen. Die Dame von “Mary Kay” stellte neben der Kosmetik auch stolz das Unternehmen vor. Was auch richtig ist, denn sie arbeitet ja schließlich für dieses Unternehmen.
    Jedenfalls wurde immer wieder darauf hingewiesen, was “Mary Kay” alles für gescholtene, schickanierte und geschlagene Frauen macht. Wieviele Frauenhäuse “Mary Kay” unterstützt, usw. Es ist ja auch völlig ok, dass es so etwas gibt! Es mag auch schön sein, dass diese Verkäuferin immer wieder darauf hinwies. In diesem Zusammenhang kam das Thema “Alleinerziehende arme Mutter” auf. In der Zwischenzeit war ich so dermaßen aggressiv und gereizt, dass ich nur noch verbissen fragte, “warum “Mary Kay” nicht auch gescholtene, geschlagene und schikanierte Männer unterstütze. Denn ich möchte nicht wissen, wieviele Männer indirekt dieses Unternehmen mitfinanziert hätten.”
    Die Damenrunde wurde sehr ruhig, wir gingen noch schnell, kühl und distanziert die letzten Kosmetikartikel durch und dann war Feierabend. Bis dato wurde ich auf keinen solchen Abend mehr eingeladen und von meiner Bekannten habe ich seitdem auch nichts mehr gehört. :-)

  44. D40
    22. September 2011 um 14:58 | #48

    Hi Emmi,
    vor drei Jahren haben sich unsere Kinder ganz gut verstanden und seine Tochter schlief auch immer bei meiner Tochter im Zimmer. Das ging aber nur so ein halbes Jahr, dann wollte das meine Tochter nicht mehr. Die beiden sind vom Grund auf total verschieden, es liegen nicht nur 2 Jahre zwischen ihnen, sondern Welten.

    Letztes Jahr nach unserem gemeinsamen 2-Wöchigen Urlaub haben die sich so gestritten, dass meine Tochter ihr einen Brief geschrieben hat, um all ihren Frust und Ärger über sie auszulassen. Das hatte allerdings zur Folge, dass das kleine Prinzesschen ein halbes Jahr lang gar nicht mehr zu uns kam. Mein Freund dackelte dann jedes Wochenende ins Büro (er ist selbständig und das Wohnhaus seiner Ex liegt gegenüber). Anfangs hat er sogar mit der Kleinen im Büro übernachtet.

    Erst vor einigen Monaten haben sich unsere Kinder ausgesprochen, und es funktioniert auch wieder mit den beiden. Sie lieben sich nicht, aber sie akzeptieren, dass der andere anwesend ist.

    Aber seine Ex schießt wieder dazischen, denn es passt ihr nicht, dass ihre Tochter nun wieder (wie 1 1/2 Jahre lang) oben in der “Galerie” schläft und nicht, wie gewünscht, in meinem Bett. Und außerdem hatten wir es gewagt, in diesem Jahr ohne ihre Tochter in den Urlaub zu fahren.

    (SIE wollte nicht – aufgrund des Streites, die Ex hat sogar meinem Freund eine eMail geschrieben mit der Aufforderung, ER solle seinen Urlaub organisieren, aber die Tochter fährt nicht mit, wenn meine Tochter mit fährt).

    Die Ex versucht ständig, über uns zu bestimmen. Und wenn es nicht klappt – dann droht sie eben mit Gerichtsvollzieher (wenn das Geld nicht nach ihren Wünschen fließt), mit dem Gericht (Klage Unterhalt) und jetzt mit dem Jugendamt…

    Es nervt und es macht einem fertig. Leider bekommt man in dieser Situation nirgendwo Unterstüzung. Leider ist auch mein Freund nicht stark genug, sich zu wehren :-(
    Übrigens sind die beiden wieder zum Jugendamt hinbestellt worden, weil der erste Termin nicht ausgereicht hat.

  45. 23. September 2011 um 14:20 | #49

    Hallo D40,
    wo holst Du die Kraft her, das alles durchzustehen? Vor allem aber, wie lange kannst und möchtest Du das noch mitmachen?
    Die ExFrau Deines Freundes lebt in einer neuen Beziehung, und nimmt sich das Recht Eure zu zerstören?

    In Bezug auf den Unterhalt kann sie Deinen Partner eigentlich nicht unter Druck setzen. Der Unterhalt muss bis spätestens zum 3. Werktag eines Monats auf ihrem Konto eingehen. Die Unterhaltshöhe ist doch bereits festgesetzt. Sie scheint ihn aber nicht tituliert zu haben, oder? Mit dem Gerichtsvollzieher droht sie wegen der Ausgleichszahlung für das Haus? Hat sie denn schon mal eine Drohung wahr gemacht? Ausser mit den Terminen beim Jugendamt?

    Was das Haus und somit die Ausgleichszahlung betrifft, gibt es da bereits eine schriftliche Rückzahlungsvereinbarung? Zahlt Dein Partner noch mit den Kredit ab, falls noch ein Kredit vorhanden ist? Und er wird wahrscheinlich noch hälftig im Grundbuch stehen? Eigentlich könnte er seiner ExFrau androhen, seine Hälfte an irgendjemanden zu verkaufen.

    Sollte sie dennoch den Gerichtsvollzieher vorbei schicken, was könnte er denn holen? Mein Partner hatte sich seinerzeit für einen Kredit seiner ExFrau verbürgt. Das Kreditinstitut möchte das Geld natürlich gerne wiederhaben. Im Rahmen dessen hatten wir auch schon mal das Vergnügen mit einem Gerichtsvollzieher. So panisch wir anfangs waren, so relaxter waren wir am Ende. Da seine Ex alle Wertsachen behalten hatte, gab es bei meinem Freund nichts zu pfänden. Mit der Bank hatte er einen Rückzahlungsplan vereinbart und die mtl. Belastung wird bei der Berechnung des Kindesunterhalts mit angerechnet. D. h., was mein Freund an die Bank zurück zahlt fehlt ihr am Kindesunterhalt. ;-)

    Gut, Dein Freund ist selbständig. Aber was bringt es seiner Ex, wenn sie den Gerichtsvollzieher zu Euch schickt. Erst einmal muss sie ihn vorstrecken. Zum anderen wird der Gerichtsvollzieher feststellen, dass Dein Freund sehr wahrscheinlich zahlungsunfähig ist. Entweder wird eine passende Zahlungsvereinbarung getroffen, oder es wird im Härtefall zu einer eidesstattlichen Erklärung kommen. Dieser Eintrag ruht erst mal 7 Jahre, ohne dass ihn pfänden kann. Bei einer eidesstattlichen Erklärung ist Dein Freund allerdings auch kreditunwürdig und wird somit seiner aktuellen Selbständigkeit nicht mehr nachkommen können. Also wäre er dann arbeitslos und somit ein sozialfall. Damit hätte sie die Kuh geschlachtet, die sie sonst hätte melken können. Denn dann kann sie sich sowohl die Ausgleichszahlung als auch die aktuelle Höhe des Kindesunterhaltes abschminken.

    Was ist dieser Exfrau lieber? Will sie ihn lieber als einen Sozialfall sehen oder will sie weiterhin Kohle von ihm?

    Und nun zu seiner Tochter. Wenn ein Mädchen von 12 Jahren darauf besteht im gleichen Bett des Vaters zu schlafen, frage ich mich ob dieses Kind und vor allem die Kindsmutter noch alle Tassen im Schrank haben. Das ist ein erheblicher Eingriff in Eure Privatspähre, die ihr Euch auf keinen Fall bieten lassen braucht. Eure Regelung finde ich gut: Das Kind ist zu Gast bei Euch. Warum sollte da das Bett auf der Galerie nicht genügen? Alternativ ein Kompromiss zwischen den beiden Mädchen, dass sich an den Besuchswochenenden beide ein Zimmer teilen. Im Übrigen kenne ich einige “Zweitfamilien”, wo die “Besuchskinder” auf der Wohnzimmercouch oder im Gästezimmer nächtigen. Was ja nicht zwangsläufig bedeutet, dass diese Kinder ausgeschlossen sind. Nur der jeweilige Lebensmittelpunkt befindet sich nun mal beim anderen Elternteil. Wenn beide Eltern das/die Kinder relativ gleichberechtigt betreuen, dann erst finde ich ein eigenes Zimmer pro Elternteil angebracht. Aber nicht für ein paar Stunden alle zwei Wochenenden oder in den hälftigen Ferien.

    Wenn die ExFrau Deines Freundes in den Urlaub fliegt, nimmt sie ihre Tochter sehr wahrscheinlich mit, oder? Dann auch gleiches Recht für alle! Von dem her ist es völlig in Ordnung, dass ihr auch mal ohne der Tochter Deines Partners in den Urlaub gefahren seit.
    Unsere gemeinsamen Urlaube haben wir bisher immer gut vor den Kindern meines Partners verheimlicht. Zumal die Kinder mind. 2 x im Jahr mit der Kindsmutter in den Urlaub fliegen und das bereits zu Zeiten, als mein Partner und ich nur von Urlaub träumen konnten.
    Im Übrigen ein Luxus, den sie sich zu Zeiten der Ehe nicht leisten konnten.

    Wäre Dein Partner im Härtefall sogar bereit bis auf weiteres komplett auf den Umgang mit seiner Tochter zu verzichten? Denn von Deinen Schilderungen her habe ich eher den Eindruck, dass die ganzen Schikanen hauptsächlich auf Dich und Deine Tochter zielen. Auf diese Art und Weise kann sie Dir zu verstehen geben, dass sie nach wie vor bei Ihrem (Ex)Mann die Hosen an hat. Und dagegen sollte sich Dein Partner fairerweise Deinetwegen zur Wehr setzen.

    Ich hoffe, dass ich Dir jetzt nicht zu nahe getreten bin. Aber diese Kämpfe habe ich auch immer wieder. Und ich habe mich mit meinem Partner sehr oft in die Wolle bekommen, weil er wiedereinmal nach ihrer Nase sprang bzw. sofort auf ihre Mails oder Anrufe reagierte. Mittlerweile reagiert er kaum noch auf ihre Mails. Anrufe kommen eh keine mehr. Und selbst beim Abholen und Bringen der Kinder wird sie zwischenzeitlich links liegen gelassen. Auch wenn es sich soweit gut anhört, die Optimallösung haben wir auch noch nicht gefunden. Aber es macht die Sache einigermaßen erträglicher.

  46. D40
    26. September 2011 um 07:15 | #50

    Hi Emmi, das frag ich mich auch. Aber mein Freund sagt immer, es wird alles gut, ich solle ihm nur machen lassen… Zur Zeit verhandelt er mal wieder mit seiner Ex wegen Unterhalt, damit sie endlich diese Klage zurück zieht. Wieder einen Grund, zu kuschen und den “Ball schön flach zu halten”. Das mit der Unterhaltsberechnung ist deshalb so kompliziert, weil er selbständig ist. Bei Selbständigen nimmt man als Rechnungsgrundlage den Durchschnitt der letzten 3 Jahre. Aber am Anfang der Trennung hat er noch so viel für seine Ex bezahlt und ihr ständig Geld überwiesen, so dass er nie in der Lage war, Rücklagen zu bilden. Und am Anfang diesen Jahres einen Teil dieser Ausgleichssumme. Das zählt aber alles nicht, auch wie hoch seine Schulden noch sind (beim Jugendamt oder vor Gericht wird der Durchschnitt genommen und fertig). Es muss wohl von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. Da habt ihr dann Glück gehabt, dass sie eure Schulden mit angerechnet haben.

    Übrigens war seine Kleine dieses Wochenende wieder bei uns und hat selber entschieden, oben in der Galerie zu schlafen (obwohl das Wohnzimmer auch frei war) ;-)

    Deine Frage, warum mein Freund erst einmal auf seine Tochter verzichten sollte, verstehe ich nicht ganz. Das würde ich auf keinen Fall wollen. Wir versuchen es eher so, dass wir uns an den Kinderwochenenden ein bisschen mehr aus dem Weg gehen. Wir essen zusammen, aber Unternehmungen, wenn denn welche gemacht werden, macht jeder mit seinem Kind alleine. Naja, ich brauch ja nicht mehr so viel zu machen, meine Tochter ist ja schon groß und trifft sich mit Freunden. Ich darf sie dann hier und da mal abholen ;-)

    Am Samstag hab ich mich auch wieder aufgeregt, als Mutti (seine Ex) meinem Freund einen A4-Zettel mit Arbeitsaufgaben für die Tochter übergeben und erläutert hatte. Sie will nicht nur über ihn und über das, was er macht oder nicht macht, bestimmen, sie behandelt ihn ständig, als wäre er ebenso ihr Kind.

    Emmy, du bist mir nicht zu nahe getreten, aber hier alles reinzuschreiben, würde einfach zu lang werden. In welchem Bundesland wohnst du eigentlich? Und wann bekommst du denn dein Kind?
    LG

  47. 6. Oktober 2011 um 14:57 | #51

    Hallo D40,
    grundsätzlich will ich auch nicht, dass mein Partner auf den Umgang mit seinen Kindern verzichtet. Meine diesbezügliche Frage war auch etwas unglücklich gestellt. Wir hatten kürzlich etwas Trouble und mein Partner mal keinen Bock nach der Nase seiner Ex zu tanzen. Kurzum hat er das Besuchswochenende abgesagt. Für die Kinder war es vermutlich im ersten Moment schwer. Aber im Nachhinein war seine Ex richtig sanftmütig und für ihre Verhältnisse sogar sehr entgegenkommend. Leider ist auch das kein Patentrezept. Die nächsten Schikanen werden kommen.

    Die Unterhaltsberechnung ist ein sehr trauriges Kapitel. Darin werden die Einkünfte aller Art eingerechnet. Und leider nur die während der Ehe gemeinsam aufgenommenen Schulden angerechnet. Mein Partner hatte damals das Glück, dass seine Ex und er jeden Kredit zusammen unterschrieben hatten. Wären damals die Schulden nicht von seinem Einkommen abgezogen worden, wäre ihm nicht einmal der mtl. Mindetbetrag von 900,- Euro verblieben. Die mtl. Kreditraten betrugen fast soviel wie der Unterhalt, den er damals an Frau und Kinder zahlen durfte. Nach der Scheidung fiel zwar der Ehegattenunterhalt weg, aber der Kindesunterhalt wurde dafür etwas erhöht.
    Jetzt ist sie alle Schulden los, weil mein Freund dafür immer brav gezahlt hat. Sie konnte ja nicht, da sie “nur” ein geringes Einkommen hat.

    Die Bevormundung kommt mir bekannt vor. ;-) Einen Zettel schreibt sie zwar nicht. Aber dafür folgen E-Mails mit entsprechenden Anweisungen. Bei mir hat sie es sogar einmal am Telefon versucht. Ich habe dann einfach den Hörer aufgelegt. :-) .

    Erschreckend finde ich, dass Deinem Freund nahezu jede Möglichkeit genommen wird irgendwie wieder auf die Füße zu kommen. Und es gibt keine öffentliche Anlaufstelle, die das interessiert. Es ist zum verzweifeln!!

    Ich wohne in NRW, und Du?

    Gruß Emmi

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